Tuesday, September 25, 2012

Alaska State Fair


Jedes Jahr Ende August findet die Alaska State Fair statt.
Man kann sich das ganze als eine riesen Veranstaltungsmischung aus Kirmes, Ausstellungen, Vorführungen, Konzerten, Verkaufsständen usw. vorstellen.

Die Verkaufsstände beschränken sich nicht nur wie bei unseren Jahrmärkten auf das allgemeine Schmuck, Klamotten und Korbangebot, auch lokale Autohäuser haben ein Zelt und diejenigen, die sich einen Whirlpool in den Garten stellen wollen, können gleich in mehreren Konkurrenzzelten die Preise vergleichen.

Die Auswahl an Essensbuden ist ähnlich groß und für einen Vielfraß wie mich eine echte Herausforderung.

Neben vielen großen Konzerten, auch einiger recht bekannter Bands, gibt es zahlreiche kleinere Konzerte und Vorführungen lokaler Bands und Showgruppen, oder eben Attraktionen wie zB die Lumberjack Games, bei denen ich ganz schön gestaunt habe, wie gut mancher sich doch auf einem nassen, sich drehenden Holzbalken halten kann und dabei noch Späßchen machen kann um das Publikum zu amüsieren.



Die zahlreichen und auch wirklich umfangreichen Ausstellungen umfassen alle möglichen Bereiche des schönen Wortes "Art & Craft".

Von einer kompletten Hallendecke hingen die schönsten Quilts, an den Wänden saßen die Näherinnen und haben weitere Werke erstellt.  Es war ein wirkliches Farbenmeer und ich hätte am liebsten viele einzeln fotografiert um sie alle einmal nachzunähen. Aber wenn ich ehrlich bin, liegt mein aktuelles Quilt-Projekt ja nun auch schon seit geraumer Zeit (die in einer größeren Maßeinheit als Monate berechnet werden kann) im Schrank und wartet auf Vollendung, oder wenigstens mal "Weitermachung". ;)

Eine Wand war für Spinnerinnen reserviert, deren Räder fleißig liefen. In Säcken davor standen die verschiedenen Fasern, in Regalen hinter den Damen lagen die fertigen Garne. Sie gehörten alle zur Spinngilde Anchorage und gaben wirklich gern Auskunft. Vorallem das selbstgebaute Spinnrad einer Spinnerin hat mich interessiert und sie hat erklärt, wie sie es gebaut hat. Wir durften es fotografieren und ich hoffe, dass ich auch mal so ein schönes gebaut bekomme. Bis dahin muss ich allerdings erst mal ein bisschen auf Omas altem Spinnrad üben, damit es sich auch wirklich lohnt.
Dennoch, das ganze war wirklich inspirierend und ich hätte noch einige Runden in dieser Halle drehen können und immer wieder staunen können.
Auch Strick- und Häkelwerke verschiedenster Kategorien waren samt Preisschleife ausgestellt. Dabei auch einige bekannte Modelle, ich konnte einen Wingspan und eine Vitamin D entdecken. Schön fand ich hier auch, dass die Kategorien so unterschiedlich waren, dass selbst einfache Stücke einen Preis gewinnen konnten. Denn immerhin hat jedes Handgearbeitete Stück seine Daseinsberechtigung und muss auch entsprechend gewürdigt werden.



In anderen Hallen konnte man selbstgenähte Kleidung, Drechselarbeiten, Malerei, Fotografie uvm bewundern. Auch hier werden Preise in den unterschiedlichsten Kategorien und Altersstufen vergeben. Teilweise ist ganz schön erstaunlich, was schon 8-13 Jährige aufs Papier zaubern.

Auch "häusliche" Themen werden auf der Alaska State Fair mit Liebe behandelt und prämiert. So gab es in einer Halle verschiedene Brote, Kuchen, Pralinen, eingeweckte Gemüse, selbstgekochte Marmeladen, und und und.
Für den allgemeinen Betrachter gibt es hier allerdings nichts zu probieren, man darf sich alles nur anschauen. Wobei ich ehrlich gesagt nicht weiß, wie lange manche Kuchen schon dort standen. Frisch und appetitlich ausgesehen haben sie aber alle. Mjam.


Einen großen Teil macht die Landwirtschaftliche Ausstellung aus. Hier gibt es alle möglichen Hühner, Kaninchen und jegliches andere Viehzeug zu sehen, so wie Kräuter und Blumen und vor allem schönes, aber auch großes Gemüse.

Das Highlight in jedem Jahr ist der Giant Cabagge Weigh Off, bei dem der größte Kohlkopf ausgewogen wird. Durch die Mitternachtssonne und den guten Boden nimmt normaler Weißkohl hier nämlich teilweise monströse Ausmaße an und so gab es in diesem Jahr einen Weltrekordkohl mit 138,25 Pfund. Ihr seht ihn auf dem linken Bild, links neben Tom auf dem blauen Podest. Und JA! Das ist wirklich ein einziger Kohlkopf. (Und JA, rechts das mit dem blöden Gesichtsausdruck bin wirklich ich! ;) )

Obligatorisch auf jeder Kirmes sind natürlich auf Fahrgeschäfte. Und obligatorisch bei so einer Gelegenheit ist natürlich auch ein bisschen mit der Kamera zu spielen.

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